Die FCI und der
Prager Rattler
der Prager Rattler ist bis heute nur in der Tschechei
anerkannt, daher können deutsche Züchter ausschließlich in der UCI züchten. In
Deutschland gelten andere Tierschutzgesetze sowie ein Qualzuchtgutachten, die
dem Wohl und der Gesundheit der Tiere dienen. Aufgrund dessen haben wir uns
entschieden nach reiflicher Überlegung, uns zwar an dem Standard der FCI zu
orientieren, ihn aber an unsere deutsche Rechtsprechung, trotz aller Widerstände
anzupassen. Um es etwas verständlicher zu machen - laut tschechischem Standard
ist die Widerristhöhe bei Rüden und Hündinnen zwischen 18 und 23 cm und das
Gewicht liegt bei 2 kg.
Laut deutschem Gesetz ist es aber verboten mit einer Hündin
unter 2 kg zu züchten. Optimaler wäre etwas mehr Gewicht - doch wie bekomme ich
eine Hündin mit 18-23 cm auf 2,5 kg ohne ihr körperliche Probleme zu bescheren
Deswegen muss nicht nur das Gewicht sondern auch die Größe
nach oben korrigiert werden.
Würde der VDH (der deutsche Vertreter der FCI) den Prager
Rattler akzeptieren, wäre auch dieser gezwungen den Rassestandart der deutschen
Gesetzgebung anzupassen.
Im Vordergrund sollte doch in erster Linie die Gesundheit der
Tiere stehen. Das bedeutet für uns, es ist uns wichtig, dass unsere Hunde nicht
so verzwergt werden, dass ihre Zähne zu groß für die kleinen Mäulchen sind und
folglich die zähne gezogen werden müssen. Ihre Knochen sollten stabil und nicht
zerbrechlich sein. Das ist aber nicht gewährleistet bei den Mini-Rattlern, die
leider zu oft große Probleme mit der Patella (= Kniescheibe) haben. Hingegen
empfinde ich einen Farbfehler im Moment, da der Prager Rattler sich im
Wiederaufbau befindet, erst mal als zweitrangiges Ziel, um das man sich kümmern
sollte, wenn der Rattler in Deutschland fuß gefasst hat. In unseren Augen gibt
es sehr viel schwerwiegendere Fehler und Schwächen, die es vorrangig gilt
züchterisch zu korrigieren.



copyright 2007 by Jenny
Boysen und Nina Alexsander